Miteinander Deutsch trainieren

ein Sprachkurs für AnfängerInnen und leicht Fortgeschrittene

Das AKKU Kulturzentrum hat sich längst auch über die Bundesgrenzen hinaus als Haus der Kulturen einen Namen gemacht. Diese Haltung kommt neben dem internationalen künstlerischen Veranstaltungsprogramm seit vielen Jahren auch in den zahlreichen interkulturellen Projektarbeiten, zu denen eben auch dieser außergewöhnliche Sprachkurs zählt, zu tragen.

Die Idee dazu entstand aus der persönlichen Erfahrung mit Menschen aus dem Umfeld des Kulturzentrums. Es sind dies BesucherInnen unserer Veranstaltungen, die durch das Projekt „Hunger auf Kunst und Kultur“ die Möglichkeit haben an unserem Programmangebot teilzunehmen und viele Menschen, die direkt in unsere interkulturellen Projekte eingebunden sind.

Dieser Kurs richtet sich an alle Interessierten, die in einer kleinen Gruppe Grundkenntnisse der deutschen Sprache erlernen- oder ihr bisheriges Wissen vertiefen möchten.

Die Teilnahme ist für Menschen aus einkommensschwachen Verhältnissen unentgeltlich.

Im Oktober 2011 wurde mit einem Workshopblock begonnen. Die rege, freiwillige Teilnahme und der Wunsch der TeilnehmerInnen weiterzumachen, veranlassten uns dazu, diesen Workshop fix in unser Jahreskulturprogramm aufzunehmen.

Bis Juli 2015 haben bereits 65 Männer und 25 Frauen aus 17 Nationen daran teilgenommen. Als besonders gelungen erachten wir die Zusammenarbeit der TeilnehmerInnen untereinander. Es wird tatsächlich miteinander trainiert, das stellt sich für viele der Beteiligten anfänglich durchaus als Herausforderung dar, da es in den Herkunftsländern der Meisten nicht üblich ist, dass Männer (die in der Regel eine bessere und längere Schulausbildung genossen haben als die Frauen) und Frauen zusammen lernen. Und in den Fällen wo es umgekehrt ist, freut es uns sehr das einige Ehemänner gemeinsam mit ihren Frauen kommen und von ihnen etwas lernen. Darauf sind natürlich die Frauen besonders stolz. Sie melden uns zurück, dass dies wirklich unüblich ist und nur auf Grund des entspannten und respektvollen Umgangs miteinander möglich ist.

Idee und Projektleitung: Veronika Almer