ABGESAGT!!! Wie ich getötet wurde. Das Stella-Tagebuch. ABGESAGT!!!

Von ihrer Mutter wird sie wieder einmal abgeschoben. Bis vor kurzem war die Klosterschule Stellas Exil, jetzt ist es die Familie ihrer Freundin Anna. Ja, Stella soll nun die Handelsschule machen, besser gesagt: einen Handelskurs, zehn Monate lang. Dass das gottesfürchtige Mädchen den Aufenthalt in der Stadt nicht überleben wird, zeichnet sich ab, nach und nach, immer deutlicher. Ausweg aus der Misere: gibt es, so scheint es, keinen.

Richard, Annas Ehemann und erfolgreicher Scheidungsanwalt, verführt Stella. Er benutzt sie. Sie verliebt sich in ihn – obwohl sie weiß, dass das nicht sein darf. Das Kind, das Stella bald schon im Leib trägt, muss sie auf Richards Anweisung hin abtreiben lassen. Anna, die Mutter, schaut zu und weg, hofft, dass der Fremdkörper Stella bald wieder verschwindet aus ihrem Leben und dem ihrer Familie.

Dann der Lastwagen auf der Straße. Stella, die ihn nicht wahrnimmt oder einfach ignoriert. „Es war ein Unfall“, wird Richard hinterher sagen, „ja, es war ein Unfall.“

Anlässlich des Marlen-Haushofer-Gedenkjahrs 2020, in dem sich der Geburtstag der Steyrer Schriftstellerin zum 100. Mal und ihr Todestag zum 50. Mal jährt, hat AKKU-Obmann Kurt Daucher mit vier Schülerinnen der 2AKM HLW Steyr ein nächstes Erzähltheaterprojekt entwickelt. Anders als in der Haushofer-Erzählung „Wir töten Stella“ wird die Geschichte von Töten und Wegschauen aus der Sicht des Opfers erzählt.

Spiel: Marlene Biegel, Enna Danzer, Maja Danzer, Anna Staudecker

Text und Regie: Kurt Daucher

Ticket-Hotline: Tel. 0664/73115620

Datum: 
Montag, 23. März 2020 - 20:00 - 21:30
Eintritt: 
12 / 10